In Hell I'll Be in Good Company - The Dead South
RaBe-Info
Über die Sendung

«Hört hin, wo andere wegschauen.»

Das Nachrichten- und Hintergrundmagazin berichtet seit 1996 täglich über Themen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur.

Links
Sendungsmachende
Nächste Sendungen
  • Di, 23.4., 11:00 - 11:30
  • Di, 23.4., 18:00 - 18:30
  • Mi, 24.4., 11:00 - 11:30
  • Mi, 24.4., 18:00 - 18:30
  • Do, 25.4., 11:00 - 11:30
  • Do, 25.4., 18:00 - 18:30
  • Fr, 26.4., 11:00 - 11:30
  • Fr, 26.4., 18:00 - 18:30
  • Mo, 29.4., 11:00 - 11:30
  • Mo, 29.4., 18:00 - 18:30
Sendungsportrait

Theaterstück: „Der Elefant von Murten“

Im RaBe-Info geht es heute tierisch zu und her. 1866 wurde in Murten ein Elefant mit einer Kanone erschossen, nun lässt die Theatergruppe „Vor Ort“ die tragisch-komische Geschichte wieder auferstehen. Ausserdem sprechen wir mit einer betroffenen Filmemacherin über das Tabuthema „Abtreibung“ und seine Folgen und im Radioblog gibts Realsatire vom feinsten mit Ausschnitten aus der Rede von SVP-Nationalrat Roger Köppel an der SVP-Delegiertenversammlung.

«Mit Kanone auf Elefanten geschossen»

Die Ereignisse rund um den Elefanten von Murten könnten aus einem Märchen stammen. Das tun sie aber nicht, sondern sie haben sich vor rund 150 Jahren tatsächlich in der freiburgischen Kleinstadt am Murtensee ereignet.

Am 27. Juni 1866 machte der US-amerikanische Wanderzirkus Bell & Myers in Murten Halt. Mit im Gefolge waren auch ein männlicher und ein weiblicher Elefant. Der Bulle tötete in den frühen Morgenstunden seinen Wärter, danach kam es zu einer wilden Verfolgungsjagd quer durch Murten. Schlussendlich gelang es den Bürgern, den Elefanten durch den Bau von Barrikaden in einer Sackgasse einzukesseln. Weil man davon ausging, dass Gewehrkugeln nicht viel ausrichten würden gegen den grauen Riesen, orderte man in Freiburg eine Kanone. Mit dieser wurde eine drei Kilogramm schwere Kugel abgefeuert, welche den Elefanten auf der Stelle tötet. Der Zirkus zog weiter – der Kadaver wurde zurückgelassen und von zwei Murtener Metzger verwertet. Das Skelett des Elefantenbullen ist heute im Naturhistorischen Museum ausgestellt. Wer genau hinschaut erkennt, dass beim linken Rippenbogen ein Loch mit Draht zusammengeflickt wurde.

Die freie Theatergruppe Vor Ort hat diesen Geschehnissen aus dem Jahr 1866 nun ein Theaterstück gewidmet. Ab morgen läuft «Der Elefant von Murten» im Berner Stadttheater. Zur Dekoration hat das Naturhistorische Museum der Theatergruppe den goldenen Elefanten ausgeliehen, der normalerweise auf dem Dach des Museums steht. Beim Umzug waren nicht nur Regisseure und Schauspieler*innen beteiligt, sondern auch Stückschreiber Uwe Lützen war vor Ort. Mit den historischen Geschehnissen rund um die Elefantentötung lasse sich auch viel über die Gegenwart aussagen, sagt Lütze im Interview mit RaBe.

Der Elefant von Murten, Stadttheater Bern, 13, April bis 26. Juni 2019

Ehrfurcht vor dem grauen Riesen © Annette Boutellier


 

Tabuthema Abtreibung

Die rechtliche Lage macht es für ungewollt Schwangere schwierig, Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zu finden. Doch auch einfach so über das Thema zu sprechen, ist für die Betroffenen nicht leicht. Fast 50 Jahre ist es her, seit einer Aktion, bei der über 300 Frauen auf der Titelseite des Magazins Stern verkündeten “wir haben abgetrieben”. Seitdem hat sich zwar einiges geändert, doch Schwangerschaftsabbrüche sind noch immer ein Tabu-Thema. Nicht nur die Präsenz von Abtreibungsgegner*innen, zum Beispiel im Internet, macht es für viele Betroffene schwer darüber zu sprechen. Radio Corax aus Halle hat mit einer Filmemacherin gesprochen, die für einen offenen Umgang mit dem Thema eintritt und einen Artikel über ihre Erfahrungen veröffentlicht hat.


 

Realsatire statt Satire

Es ist Freitag und somit Zeit für unseren Radioblog – unsere akustische Kolumne. Heute übergeben wir SVP-Nationalrat Roger Köppel das Wort – mit Ausschnitten aus seiner Rede, von der Delegiertenversammlung in Amriswil, wo er eindringlich warnte, vor der sich anbahnenden Klimadiktatur der Linken, und dem rotgrünen Kindsmissbrauch an den Schulen. Roger Köppels Rede ist keine Satire, seine Rede ist Realsatire.