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Chemiemüll mitten in Basel

Heute im Info geht’s um Umweltthemen. Erst die schlechte dann die gute Nachricht. In Basel gibt’s Chemieabfall mitten in der Stadt, Greenpeace will Druck ausüben. Im Graubünden machen Forscher*innen Gletscherwasser zu Schnee und wollen so den Berg schützen. Es ist Freitag – im heutigen Radioblog liest Urs Mannhart „Ziegenkönig“.

Den Podcast zur Sendung gibt’s hier:

 


 

Greenpeace übt Druck auf den Kanton Basel aus

© Greenpeace Regionalgruppe Basel

Seit dem 19. Jahrhundert sind am Rheinknie in Basel Chemiekonzerne beheimatet. Umweltauflagen gibt es aber erst seit wenigen Jahrzehnten. Mitten in der Stadt, im Klybeck-Quartier, sollen deswegen viele Tonnen Chemiemüll im Boden liegen. Ein Problem, dessen sich der Kanton aber noch kaum angenommen hat, obwohl die Stadt die Gegend in den kommenden Jahren entwickeln will: Über 20›000 Personen sollen einst im neuen Klybeck-Quartier wohnen.

© Greenpeace Regionalgruppe Basel

«Was hier genau im Boden lagert, weiss niemand», erklärt die Sprecherin der Greenpeace Regionalgruppe Basel, Zoë Roth. Viele Jahrzehnte lang seien Chemikalien im Boden versickert. Mit den Entwicklungsplänen der Stadt sei eine Aufklärung darüber umso dringlicher, so Roth. In der Folge davon müsse auch geklärt werden, wer die Kosten für eine korrekte Entsorgung tragen müsse: Die verursachenden Konzerne oder die Steuerzahlenden.
Um den neugewählten Regierungsrat Kaspar Sutter auf das Problem aufmerksam zu machen, hat Greenpeace Basel gestern an verschiedenen Orten in der Gegend dauerhafte Hinweisschilder angebracht. Darauf fordert die Gruppe, dass das zuständige Amt für Umwelt und Energie das Quartier systematisch untersucht und bei Bedarf eine Sanierung auf Kosten der Verursacherinnen anordnet.

 


 

Das Gletscherschmelzen stoppen mit einer Erfindung aus dem Tibet

Felix Keller vor der Eis-Stupa. © Mayk Wendt

Felix Keller ist Glaziologe und Experte für Schnee und Permafrost. Aufgefallen ist er in letzter Zeit mit dem Projekt Mort Alive und seinem Geigenkonzert auf dem Gipfel des Gletschers. Sein Ziel und das seines Teams: Das Abschmelzen des Morteratschgletschers verlangsamen. Der Morteratschgletscher ist ein Alpen-Gletscher im Kanton Graubünden. Dieser verkürzte sich auf Grund der Klimaerwärmung zwischen 1900 und 2017 um etwa 2500 Meter. Der beste Schutz für das Eis sei Schnee, so Felix Keller.

Aufbau eines Ice Stupa an der Talstation Diavolezza © Mayk Wendt

Deshalb haben er uns sein Team eine natürliche Beschneiungsanlage an der Talstation Diavolezza installiert. Die sogenannte Eis-Stupa wurde von Wangchuk Sonam, einem indischen Ingenieur, erfunden. Im Tibet werden die mit Eis bedeckten Hütten zur Gewinnung von Wasser für die Landwirtschaft gebaut. Das Gletscherwasser schmilzt und gefriert auf den Ästen wieder, daraus soll Schnee entstehen und zurück an den Berg gebracht werden.

Pionierarbeit, sagt der Bündner Felix Keller im roten Skidress an einer Medienmitteilung zur ersten Eis-Stupa der Schweiz.

 


 

Radioblog: Urs Mannhart liest „Ziegenkönig“

Die zweite Ausgabe unserer Radioblog-Spezialserie zu den Literaturpreisen 2020 der Stadt Bern gestaltet der Schriftsteller Urs Mannhart.

Schriftsteller Urs Mannhart

Ausgezeichnet wurde Urs Mannhart von der Literaturkommission für seine präzisen Beschreibungen von Menschen in den verschiedensten Lebenssituationen und Kulturen. Er ist bekannt für seine Romane «Luchs» und «Bergsteigen im Flachland», er schreibt aber auch Reportagen, arbeitet in der Landwirtschaft und ist oft unterwegs.

Für RaBe liest Urs Mannhart seinen durch eine Begegnung in der Ukraine inspirierten Text «Ziegenkönig»