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Weiterbildungsoffensive in der Sozialhilfe

Rund 190’000 erwachsene Menschen beziehen in der Schweiz Sozialhilfe, die Hälfte davon hat keinen Berufsabschluss. Mit einer Weiterbildungsoffensive soll ihnen nun der Einstieg in den ersten Arbeitsmarkt erleichtert werden.

Heute informierten die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe SKOS, der Arbeitgeberverband und der Schweizerische Verband für Weiterbildung SVEB über die Weiterbildungsoffensive in der Sozialhilfe. Bereits 2018 seien erste Schritte gemacht worden, hin zu niederschwelligen Bildungsangeboten für Sozialhilfeempfänger*innen. Nach einer erfolgreichen vierjährigen Pilotphase sei nun klar, dass das Programm unbedingt weitergeführt und ausgebaut werden müsse. Denn entgegen der weitverbreitenden Meinung würde ein Grossteil der Menschen gerne die Sozialhilfe wieder verlassen, so der Präsident der SKOS, Christoph Eymann.

Rund ein Drittel der Menschen in der Sozialhilfe könnten mit entsprechender Unterstützung in den ersten Arbeitsmarkt intergiert werden, schätzt Eymann. Vor allem Kurse in Grundkompetenzen wie Lesen und Schreiben oder Weiterbildungen in Computeranwendungen seien gefragt. Eine individuelle Bedarfsabklärung sei dabei unverzichtbar. «Man muss den einzelnen Menschen die Gelegenheit geben, ihr Potenzial zu zeigen, auf welchem man dann aufbauen kann», so Eymann.

Eine Person, die im Alter von 25 bis 65 Jahren von der Sozialhilfe lebt, koste die Allgemeinheit rund eine Million Franken. Da seien Investitionen in Bildung wesentlich billiger. Und Geld für diese Investitionen sei da: Dank eines neuen Weiterbildungsgesetzes würden bereits 40 Millionen Franken bereitliegen, die Kantone und Gemeinden abholen können. Daneben gehe es auch darum, dass Betroffene wieder eine sinnstiftende Arbeit aufnehmen können, betont der Präsident der SKOS.

Eine Weiterbildung anzugehen sei für die Sozialhilfebeziehenden weiterhin freiwillig, niemand werde dazu gezwungen.