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«Der Wohnungsmarkt ist zu stark renditegetrieben»

Wer in einer Schweizer Stadt eine Wohnung sucht, kennt das Problem: Wer nicht unter der Hand eine Bleibe findet, braucht oft ganz schön viel Ausdauer. Zudem wird Wohnen immer teurer, manche Menschen geben schon einen Drittel ihres Einkommens für die Miete aus.

Heute stellte der Mieterinnen- und Mieterverband an einer Medienkonferenz sein Positionspapier Mieterinnen und Mieter massiv unter Druck vor. Darin analysiert der Verband die problematische Situation auf dem Immobilienmarkt und stellt klare Forderungen an die Politik. Es werde kaum zu Gunsten der Mietenden politisiert – im Gegenteil, beklagt Nationalrat und Vize-Präsident des Schweizerischen Mieterinnen- und Mieterverbandes, Michael Töngi. Derzeit seien vier Vorstösse im Parlament, die das Mietrecht aufweichen wollen.

Eine parlamentarische Initiative verlangt, dass bei Eigenbedarf leichter eine Kündigung erfolgen kann. Eine weitere will das Recht auf Untermiete stark einschränken. Ausserdem soll das Anfechten des Anfangsmietzinses erschwert werden und Mieten sollen leichter erhöht werden können. Als gefährliche Tendenzen, bezeichnet Töngi diese Vorstösse. «Es wird sehr schwierig, solche Tendenzen in diesem Parlament aufzuhalten, da die Kräfte der Immobilienlobby sehr sehr stark sind», warnt er.

Der Mieterinnen- und Mieterverband fordert in seinem Positionspapier unter anderem, dass Mieten institutionell auf missbräuchliche Erhöhung kontrolliert werden, diese Verantwortung liegt heute einzig in der Hand der Mieterschaft. Ausserdem setzt der Verband sich für eine Stärkung des gemeinnützigen Wohnungsbaus ein, hier mache der Bund noch zu wenig, kritisiert Töngi.