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Der feministische Blick auf die Kinoleinwand

Die Macht des Blickes: Szene aus Hitschcocks ‚Vertigo‘ aus dem Jahr 1958.

Die Rolle von Frauen auf der Kinoleinwand sei entweder unsichtbar oder wortkarg – so die These der Regisseurin Bernadette Kolonko. Frauenkörper werden Schönheitsideal und -normen unterworfen, Schauspielerinnen werden sexualisiert.  Ein Beispiel: der Film Vertigo von Alfred Hitchcock aus dem Jahr 1958.  «Der männlicher Protagonist schaut die Frauenfigur an. Sie ist das Objekt des Blicks, sie hat keine Handlungsmacht», erläutert Kolonko.  «Die weiblichen Figuren haben sehr wenige Möglichkeiten, etwas am Geschehen zu ändern.»

Die Regisseurin Bernadette Kolonko forscht zu feministischen Perspektiven auf das Kino.

Für ihre Forschung hat Kolonko mit zehn anderen Regisseruinnen über feministische Perspektiven auf das Kino geredet. Daraus entstand das Buch Unsichtbares und Ungesagtes – 10 Female*Feminist*Gazes. Was dabei klar wurde: Es gebe nicht den einen feminist gaze, sondern eine Vielzahl an feministischen Perspektiven. «Trotzdem lässt sich etwas Gemeinsames feststellen in der Art, wie Blick und Körperbilder von einer neuen Generation feministischer Regisseurinnen bearbeitet werden», so Kolonko.

Über die Macht des Blickes spricht Bernadette Kolonko heute abend im Kino Rex, anschliessend wird der Film Sarah joue un loup-garou gezeigt.