Die Grillen zirpen, die Hummeln brummen, ab und an eine Fliege, die einem über das Bein kriecht, ein Schmetterling, der von Blüte zu Blüte fliegt und sich, wenn man Glück hat und etwas geduldig ist, sich einem auch mal auf die Schulter sitzt: Die Welt der Insekten ist unglaublich vielfältig, doch mit dieser Vielfalt geht es rasant bachab. In nur dreissig Jahren sind drei Viertel der Biomasse an Fluginsekten verschwunden. Das Naturhistorische Museum nimmt sich in einer neuen Sonderausstellung diesem Thema an. Dabei wählt das Museum eine schon fast provokante optimistische Perspektive. «Insektensterben: alles wird gut» heisst die Ausstellung. Die Ausstellung ist eine Zeitreise in das Jahr 2053. Im Jahr 2053 sei das grosse Insektensterben nämlich fast überwunden, durch zahlreiche wirkungsvolle Ansätze und Initiativen. So zumindest die Vision der Ausstellung. Wir haben die Ausstellung besucht und uns anschliessend mit Christian Kropf ausgetauscht, er ist Bereichsleiter für die wirbellosen Tiere am Naturhistorischen Musem Bern und Dozent am Institut für Ökologie und Evolution an der Universität Bern.