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Dann bist du bei der Info-Sendung richtig. Du lernst alle wichtigen, journalistischen Schritte von der Recherche über Interviewführung, Beitragsgestaltung bis hin zu Moderation und Sendetechnik im Studio. Daneben absolvierst du das zertifizierte Basismodul Radiojournalismus der Radioschule klipp+klang.

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Die City Card Bern wird digital

Ein Ausweisdokument, das seine Träger*innen als Bürger*innen einer Stadt kennzeichnet — so lautet der Grundgedanke hinter dem Konzept City Card. Ein Ausweisdokument also, das einzig an den Wohnort gebunden ist und nicht an die Staatsangehörigkeit oder den Aufenthaltsstatus. Eng damit verbunden ist das Konzept der «Urban Citizenship», also eines städtischen Bürger*innen-Rechts.

Eine «Urban Citizenship», argumentieren Befürworter*innen, erlaube es Städten, ihren Einwohner*innen unabhängig von deren Nationalität oder Aufenthaltsstatus mehr Sicherheit und Teilhabe zu ermöglichen. Eine City Card würde die Stadtbewohner*innen somit als Bürger*innen der jeweiligen Stadt ausweisen.

Die City Card soll auf dem Smartphone abrufbar sein. (Foto: Pixabay)

In der Schweiz bietet noch keine Stadt eine solche City Card an. In der Stadt Bern ist sie aber schon seit längerer Zeit ein politisches Anliegen. Ursprünglich sollte sie vor allem das Leben von Sans-Papiers erleichtern. Vor rund anderthalb Jahren kam eine Vorstudie zum Schluss, dass die Vorteile einer City Card für Sans-Papiers begrenzt sind. Dafür biete sie für weitere Personengruppen und nicht zuletzt für die Allgemeinheit viele Möglichkeiten.

Gestern hat die Stadt Bern nun ein Umsetzungskonzept für die City Card Bern vorgestellt. Demnach könnte eine City Card in Bern in rund fünf Jahren eingeführt werden. Dann soll die City Card als digitaler Ausweis — vergleicbar etwa mit dem SwissPass auf der SBB-App — allen Einwohner*innen von Bern zur Verfügung stehen.

Die Zukunft sei digital, deshalb sei von Beginn weg klar gewesen, dass es sich bei der City Card Bern um eine digitale Lösung handeln muss, meint Susanne Rebsamen, Leiterin der Fachstelle für Migrations- und Rassismusfragen der Stadt Bern. «Wir wollten eine anschlussfähige Lösung und die ist unserer Meinung nach digital», erläutert Rebsamen. Anschlussfähig muss die City Card sein, weil sie nur vollumfänglich funktioniert, wenn sie auch von der breiten Bevölkerung verwendet wird. «Ein Identifikationsmittel, das nur von Sans-Papiers und ein paar wenigen solidarischen Personen genutzt wird, funktioniert nicht», meint Susanne Rebsamen dazu.

Die City Card soll vor allem dazu beitragen, Hürden abzubauen, damit alle Menschen die Dienstleistungen in Anspruch nehmen können, die ihnen zustehen. Gerade bei Behörden ist für manche Menschen die Hürde heute zu gross, weil sie Angst haben, sich ausweisen und dabei heikle Informationen preisgeben zu müssen.