Eine Baracke für den Ballenberg

Eine Baracke in Biel ist Zeitzeugin eines dunklen Kapitels der Schweizer Geschichte. In ihr hausten Saisonniers unter erbärmlichen Bedingungen und führten die Arbeiten aus, die den Schweizer:innen zu anstrengend, zu gefährlich, zu dreckig waren. Arbeiten, die den Wohlstand in der Schweiz und den damit einhergehenden Bauboom der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erst ermöglichten. Florian Eitel, Historiker und Kurator des Neuen Museums Biel, setzt sich dafür ein, dass die Baracke erhalten wird. Im Subkutan Talk erzählt er wie sich die Schweiz an diesen Menschen bereichert hat und bisher ihre Leistungen weder würdigt, noch das ihnen angetane Leid anerkennt. Dass die Baracke in Biel heute überhaupt noch steht, ist ein glücklicher Zufall und ihr Erhalt für die Schweiz eine Chance, ihre Erinnerungskultur zu überdenken.

Auf der Bieler Stadtkarte der Kunstschaffenden Jeanne Gillard und Nicolas Rivet sind alle Gebäude pink, die von Gastarbeitern erbaut wurden.

Bilder der Baracken des Bührer Areals in Biel vom Fotografen Lucas Dubuis gibt es unten und im Artikel der Work Zeitung. Und hier eine Luftaufnahme: