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ZEITSPRUNG: Kurzversuch von Radio RaBe

Genau heute vor dreissig Jahren startete der Kurzversuch von Radio Bern, daraus entstand das heutige RaBe.

Es ist zehn Uhr morgens, am Samstag des 5. März 1994, genau heute vor 30 Jahren. Die Sonne scheint, das Thermometer zeigt milde zehn Grad an. Aller Anschein nach ein ruhiger Samstag morgen in der Stadt Bern. Doch der Schein trügt: Auf der Frequenz 101.9 MHZ geht ordentlich die Post ab. Während neun Tagen testen ein paar Radioenthusiastinnen und Musiknerds eine waghalsige Idee: Auf dem Sendeplatz Bern Raum für einen dritten, unkommerziellen Radiosender zu schaffen. Bis anhin waren die Sender Extra Bern und Förderband die beiden Platzhirsche. Mit dem Radio RaBe wollte sich nun eine neue unkommerzielle und werbefreie Alternative präsentieren.

Doch für einen Sendeplatz braucht es eine Frequenz, und für eine Frequenz braucht es eine Konzession vom Bundesamt für Kommunikation. DasBundesamt für Kommunikation brauchte eine Garantie dass diese RaBe-Menschen nicht nur Horde komischer Vögel sind, sondern auch gutes Radio machen können. Deswegen startete im März 1994 der bewilligte Kurzversuch, der neun lange Tage und acht kurze Nächte dauerte. Viele der damaligen Seneungsthemen haben auch heute nicht an Aktualität verloren: Eine Sendung über Stimmen von Frauen aus dem Iran, ein Special über Männlichkeit, zwei Stunden lang lesbischschwule Vielfalt, Infos zu der Situation auf dem Vorplatz der Reitschule und Neuigkeiten aus Kurdistan. Das RaBe kriegte ein Jahr später vom Bundesamt für Kommunikation tatsächlich eine Konzession für einen dritten Sender in Bern. Am 1. März 1996 hiess es dann offiziell Sendestart. Der Kurzversuch legte dafür den Grundstein.

Übrigens: Das Audiomaterial von damals, das im Beitrag zu hören ist, verstaubte Jahrzehnte bei uns ganz hinten in einem Schrank – der Radiotechniker und RaBe-Vogel erster Stunde Samuel Loosli hat sich vor ein paar Wochen entschieden, die ganzen neun Tage vom Kurzversuch von 1994 zu digitalsiieren.