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«Das Bafu griff in wissenschaftliche Grundlagen ein»

Dass die landwirtschaftliche Praxis negativ auf die Artenvielfalt auswirkt, wurde aus dem Bericht gestrichen. (Foto: Pixabay)

Ein Drittel der Arten und die Hälfte der Lebensräume sind in der Schweiz gefährdet. Die Massnahmen zum Schutz der Biodiversität in der Schweiz reichen bei weitem nicht aus. Dies zeigen Studien und auch interne Gutachten des Bundesamts für Umwelt (Bafu). Nur steht das so nicht im aktuellen Bafu-Bericht mit dem Titel «Wirkung des Aktionsplans Biodiversität».

Wie Recherchen des Onlinemagazins Republik nun zeigen, hat das Umweltdepartement unter SVP Bundesrat Albert Rösti den Bericht umgeschrieben, damit Massnahmen gegen den Biodiversitätsverlust wirksamer aussehen, als sie es sind.

Die Republik hat dazu gestützt auf das Öffentlichkeitsgesetz interne Versionen des Berichts herausgefordert und untersucht. Ein Vergleich zeigt, das Zentrale Stellen aus dem Bericht gelöscht worden sind. Der Bericht verschleiert etwa, dass die Landwirtschaft die zentrale Treiberin des Biodiversitätsverlusts sei, so die Republik-Recherche.

Priscilla Imboden ist Bundeshausredaktorin beim Onlinemagazin Republik und hat die Recherche zum Biodiversitätsbericht zusammen mit ihrer Kollegin Cornelia Eisenach verfasst. «Uns hat überrascht, dass ein Bundesamt, das möglichst faktengetreu arbeiten sollte, so stark in die wissenschaftlichen Grundlagen eingreift», sagt Imboden im Gespräch mit RaBe-Info.