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Metro und Recovery College sollen weiterfinanziert werden

Die Psychiatrielandschaft im Kanton Bern steht unter Druck: Personalmangel, fehlende Therapieplätze, lange Wartelisten. Inmitten dieser prekären Lage hat der Verwaltungsrat der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern, kurz UPD, anfang Jahr bekannt gegeben, mehrere Angebote zu schliessen: Darunter das Freizeitzentrum Metro, oder das Recovery College, das Bildungsangebote zu psychischer Gesundheit anbietet. Der Grund für die Schliessungen sind Sparmassnahmen von Seiten der UPD.

Betroffene können nun aber aufatmen: Der Grosse Rat will die Finanzierung der Angebote sichern. Er hat gestern eine Motion der SP Grossrätin Manuela Kocher Hirt angenommen. Der Vorstoss verlangt, dass das Recovery College und das Metro für dieses Jahr finanziert werde. Für die kommenden Jahre sollen Leistungsverträge mit den Trägerschaften abgeschlossen werden, so dass die Zukunft der Angebote gesichert ist. Zudem sollen die Praktikumsplätze im Freizeitzentrum Metro auch in Zukunft bestehen bleiben. Diese Schritte seien dringend nötig, appellierte gestern im Grossen Rat auch die grüne Grossrätin Sereina Patzen, die die Motion miteingereicht hatte.

Unterstützung erhielt die Motion aber nicht nur von der Ratslinken, sondern auch von der politischen Mitte. Die GLP unterstütze das Vorhaben vollumfänglich, so der GLP-Grossrat Tobias Vögeli. Und auch die EVP-Grossrätin Simone Leuenberger betonte in ihrer Wortmeldung die Relevanz von freiwilligen Angeboten wie dem metro oder dem Recovery College. Die EVP stimme in allen verbleibenden Punkten der Motion zu, so Leuenberger.

Kritischere Stimmen gab es aus den bürgerlichen Reihen: Die Finanzierung der Freizeitangebote stehe in der Verantwortung des Verwaltungsrates der UPD, und eben nicht des Kantons, so Bernhard Brügger von der SVP. Die SVP stellte sich hinter den ersten Punkt des Vorstosses, nämlich die Finanzierung des Metros und des Recovery Colleges bis Ende Jahr mittels eines Nachkredits. Die Sicherung der Zukunftsaussichten mittels eines Leistungsvertrages lehnt die SVP jedoch ab – sie folgt damit der Empfehlung des Regierungsrates.

Der Grosse Rat widersprach aber dem Wunsch des Regierungsrates: Die Motion von Manuela Kocher-Hirt wurde in allen Punkten angenommen. Die Präventionsangebote der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern sollen weitergeführt werden.