Sendung vom 20. Juni 2024

Die Abgaben für Radio und Fernsehen werden bis im Jahr 2029 schrittweise gesenkt, für Privathaushalte auf 300 Franken pro Jahr. Gestern hat der Bundesrat die definitive Verordnung vorgestellt. Mediengewerkschaften schlagen nun Alarm. Später in dieser Sendung: Geheimtreffen und Hasstiraden gegen queere Menschen: Die Jung SVP zeigt wenig Bemühen, sich gegen Rechtsextreme abzugrenzen. Die junge GLP sistiert darum jegliche Zusammenarbeit mit der jungen SVP. Wie reagieren andere Jungparteien darauf? ... >

Ungleichbehandlung zwischen Schutzstatus S und vorläufiger aufnahme

Wer aus der Ukraine in die Schweiz flieht, muss kein gewöhnliches Asylverfahren durchlaufen, sondern erhält schnell und unkompliziert den Schutzstatus S. Nun hat gestern der Ständerat eine Motion angenommen, die den Schutzstatus S verschärfen will: Dieser soll in Zukunft nur noch an Personen vergeben werden, die aus Regionen flüchten, in denen auch Kriegshandlungen stattfinden.     Einen ganz anderen Ton schlägt die Schweizerische Beobachtungsstelle für Asyl- und ... >

Sendung vom 13. Juni 2024

Seit der Covid-Pandemie fällt es vielen Kunstschaffenden schwer, sich über Wasser zu halten. Ein bedingungsloses Grundeinkommen für Kunstschaffende könnte helfen, meint der Grossrat Manuel Widmer. Und: Die Schweiz behandelt nicht alle Flüchtenden gleich. Die Rechte der vorläufig Aufgenommenen müsse denen des Schutzstatus S angepasst werden, fordert die Schweizerische Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht.

Metro und Recovery College sollen weiterfinanziert werden

Die Psychiatrielandschaft im Kanton Bern steht unter Druck: Personalmangel, fehlende Therapieplätze, lange Wartelisten. Inmitten dieser prekären Lage hat der Verwaltungsrat der Universitären Psychiatrischen Dienste Bern, kurz UPD, anfang Jahr bekannt gegeben, mehrere Angebote zu schliessen: Darunter das Freizeitzentrum Metro, oder das Recovery College, das Bildungsangebote zu psychischer Gesundheit anbietet. Der Grund für die Schliessungen sind Sparmassnahmen von Seiten der UPD. Betroffene ... >

Sendung vom 10. Juni 2024

Wahlen in der EU, Abstimmungen in der Schweiz: Am Wochenende ging man nicht nur hierzulande, sondern in ganz Europa zur Urne. Im ersten Teil der Sendung berichten wir über die Ergebnisse der Europawahl und der Abstimmungen. Im zweiten Teil der Sendung geht es um Wohnpolitik. Wohnraum in den Städten ist ein rares Gut. Eine neue Studie zeigt, dass gerade Menschen, die mit Kindern in einer Wohnung gelebt haben, Platz schaffen könnten. Wir haben mit der Leiterin der Studie Selina Lehner gesprochen ... >

Räumung und Strafanzeige bei zweiter Unibesetzung

Gestern wurde die Uni Bern erneut besetzt, erneut von einem Kollektiv, dass die Aufmerksamkeit auf die Geschehnisse in Gaza lenken will. Besetzt wurde dieses Mal nicht das versteckte und ruhige Gebäude der Unitobler in der Länggasse, sondern mit dem Hauptgebäude das eigentliche Herz der Universität. Direkt in dessen Eingangshalle skandierten mehrere Dutzend Besetzer:innen «Free, Free Palestine», über dem Haupteingang wehte eine Transparent mit der Aufschrift «All Eyes on Rafah». Die Besetzung ... >

Sendung vom 31. Mai 2024

Eine erneute Unibesetzung wurde gestern nach wenigen Stunden geräumt und die Universität räumt Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch ein. Und: Muni am Bärg ist eine Theaterangebot für Menschen mit und ohne geistiger Behinderung im Kanton Bern. Wir haben mit dem Team von Muni am Bärg über ihr neues Stück gesprochen. Schliesslich: In unseren Radioblog spricht unsere Radiobloggerin Anna Butan mit der ukrainischen Botanikerin Svetlana Prokhorova, die seit einem Jahr in Bern lebt.

Sendung vom 27. Mai 2024

Im heutigen Info setzen wir unsere Abstimmungsserie fort und nehmen das Referendum zum Stromgesetz genauer unter die Lupe. Anschliessend setzt sich unsere Redaktorin kritisch mit der Aussage auseinander, bei Biel handle es sich um eine kosmopolitische Stadt. Schliesslich berichten wir über die Lage in Guatemala, wo seit fünf Monaten der sozialdemokratische Bernardo Arévalo das Amt des Präsidenten schmückt und gegen die korrupten Eliten anzukämpfen versucht.

Bezahlkarten für Asylsuchende und Abgewiesene

Seit Anfang Monat können deutsche Bundesländer Asylsuchenden die Unterstützungszahlungen per Bezahlkarte zur Verfügung stellen. Die Betroffenen erhalten das Geld nicht mehr in Bar, sondern als Guthaben auf einer Karte. Auch die Berner Regierung will die Einführung solcher Bezahlkarten für Asylsuchende und Abgewiesene prüfen, und folgt damit einem Vorstoss aus bürgerlichen Kreisen. Die Parlamentarische Motion mit dem Titel «Guthaben auf Bezahlkarten statt Bargeld für Asylsuchende und Abgewiesene» ... >

Sendung vom 22. Mai 2024

Bei einem Helikopterabsturz verstarb am Sonntag Abend der iranische Präsident Ebrahim Raisi. Exiliraner:innen in der Schweiz schöpfen nun Hoffnung auf eine politische Veränderung. Und: In rund drei Wochen wird in der Schweiz wieder abgestimmt, etwa darüber, ob die Krankenkassenprämien bei zehn Prozent des verfügbaren Einkommens gedeckelt werden sollen. Was spricht für einen solchen Prämiendeckel, was dagegen? Zum Auftakt unserer Serie zu den Abstimmungen vom 9. Juni stellen wir euch heute die ... >

«Die Anstadt ist keine Parallelwelt!»

Es ist ein lauer Frühlingsabend im Mai, mit einem herzlichen Grinsen und frischem Kräutertee heißt mich Tala Bürki vor ihrem Wagen willkommen. Kunigunde heisst der hellbraune, vom Regen und Sonne etwas gezeichnete Bauwagen mit Holzschindeln. Tala Bürki wohnt seit rund fünf Jahren in der Anstadt. Tala Bürki führt mich durch die Anstatt, vorbei Spielplätzen, an Bauwägen für einen Jugendtreff, an einer Metallwerkstadt, die von allen Leuten im Quartier verwendet werden kann. Der Wagenplatz ... >

Besetzer:innen sollen Uni bis heute Mittag verlassen

Seit vierzig Stunden ist das Gebäude der Uni Tobler in Bern besetzt. Nun meldet sich nun die Unileitung zu Wort. Sie toleriere die Besetzung nicht und fordere  die Besetzer:innen dezidiert dazu auf, die Gebäude zu verlassen, das hat der Rektor Christian Leumann gestern Nachmittag den Besetzer:innen persönlich mitgeteilt. Auf inhaltliche Diskussionen liess er sich aber nicht ein. Alle Studierenden der Universität haben gestern eine Mail vom Leumann erhalten. Studierende sollen sich von der ... >