Donnerstag 5.3 um 19 Uhr!
* Am 24. Februar jährte sich der Beginn der russischen Vollinvasion zum vierten Mal. An jenem Morgen schlugen Raketen auf Flugplätze im ganzen Land ein. Truppen rückten auf die Hauptstadt Kyjiw vor. Der Plan zynisch: das Land in wenigen Tagen zu erobern und eine Siegesparade abzuhalten.
Doch es kam anders.
Vier Jahre sind vergangen.
Vier Jahre lang blutet die Ukraine.
Und vier Jahre lang lebt die Ukraine.
Wie leben die Menschen heute – unter den Bedingungen von Krieg, Kälte, Verlust und Hoffnung?
Wir haben mit Inna und Anna und Markus, gesprochen – darüber, wie sie den vierten Kriegswinter in der Hauptstadt der Ukraine, in Kyjiw, erleben.
* Im Rahmen der Kampagne „Solidarität auf Rädern“ sprechen wir über Hilfe, die zu konkreten Taten wird. Weitere drei Busse sind von Bern nach Trostjanez in der Region Sumy aufgebrochen — eine Stadt, die 2022 einen Monat lang unter russischer Besatzung stand.
Svitlana Prokopchuk führte ein interview mit dem Bürgermeister von Trostjanez, Jurij Bowa, statt, der den Transport persönlich für seine Gemeinde entgegennahm.
Die übergebenen Busse sind nicht nur Transportmittel. Sie sind ein Zeichen dafür, dass die Solidarität mit der Ukraine weiterlebt und sich in konkreten Veränderungen für die Menschen zeigt.
*Ein weiterer Gesprächspartner ist Jurij (Jurko) Fedynskyj — Repatriant, Kobzar, Forscher und Meister traditioneller ukrainischer Instrumente.
In den USA als Sohn ukrainischer Flüchtlinge des Zweiten Weltkriegs geboren, kehrte er bewusst in die Ukraine zurück, um die vom stalinistischen Regime zerstörte Kobzar-Tradition wiederzubeleben. Seit über 25 Jahren rekonstruiert Jurko historische Instrumente wie Kobsa und Torban, erforscht authentisches Repertoire und bringt die lebendige Tradition des ukrainischen Gesangs zurück auf die Bühne.