Traumatische Erlebnisse erfordern oft eine Therapie. Doch Behandlungsplätze sind in der Schweiz knapp. Besonders für geflüchtete Menschen ist der Zugang zur Behandlung schwierig.
Psychische Probleme sind im Gegensatz zu körperlichen Verletzungen meist nicht sichtbar – ausser sie zeigen sich deutlich im Verhalten. Das führe dazu, dass ihnen oft weniger Aufmerksamkeit geschenkt werde, sagt Omar Rasheed. Der Spezialist für psychische Gesundheit und psychosoziale Unterstützung (IKRK) sprach gestern an der nationalen Fachtagung zur psychosozialen Gesundheit geflüchteter Menschen in Bern darüber. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Schweizerischen Roten Kreuz (SRK).
Neben Vorträgen präsentierten verschiedene Projekte ihre Arbeit und boten Raum für Austausch. Eine solche nationale Konferenz sei wichtig, sagt die Psychotherapeutin Julia Nöthiger vom Ambulatorium für Kriegs- und Folteropfer der SRK in Bern. Oft sei unklar, welche Angebote es in den Nachbarregionen gebe. Aber niederschwellige Angebote seien zentral, so Nöthiger, wenn es um die Unterstützung der psychosozialen Gesundheit von Menschen mit Fluchtbiographie geht.