Von
am
17. September 2026
Familienleben im Gefängnis - wenn Eltern in Haft sind

"Ich weiss nie, was seine Lieblingsfarbe ist", erzählt ein Vater, der im Gefängnis ist und sein Kind nur einmal im Monat sehen kann. Bis zum nächsten Besuch haben sich die Vorlieben seines Kindes oft schon wieder verändert. Eine Inhaftierung beeinflusst die Beziehung zwischen Eltern und Kindern sowie das Familienleben wesentlich. Gleichzeitig ist die Schweiz gemäss der UNO-Kinderrechtskonvention verpflichtet, den Kontakt und die Beziehungspflege zwischen Kindern und ihren inhaftierten Elternteilen zu fördern. Wie diese Möglichkeiten in der Schweiz allerdings konkret aussehen, unterscheidet sich von Gefängnis zu Gefängnis und hängt häufig von privaten Initiativen ab. In diesem Bi aller Liebi-Talk sprechen wir deshalb über die Realitäten, Herausforderungen und Verbesserungspotenziale für inhaftierte Eltern in der Schweiz. Gemeinsam mit der Expertin Nina Etter werfen wir einen Blick auf die Frage, wie Elternschaft unter den Bedingungen von Inhaftierung gelebt werden kann und welche Verändernungen notwendig wären, um die Beziehung zwischen Kindern und ihren inhaftierten Elternteilen besser zu unterstützen.

Nina Etter ist Doktorandin am geographischen Institut der Universität Bern. Sie forscht im Rahmen des Forschungsprojekts "Intimate Geographies of Family Fracturing" zu Elternschaft und Inhaftierung in der Schweiz. Sie hat bereits ihre Bachelor- und Masterarbeit zu Eltereschaft und Inhaftierung in verschiedenen Gefängnissen im Kanton Bern geschrieben.

00:00
00:00
Herunterladen
Teilen
Rabe
Radio Bern: RaBe Sulgenrain 28, 3007 Bern,
rabe@rabe.ch
Studio:
031 330 99 99
,
studio@rabe.ch