Verführerisch
Pfau
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Verfüherisch ist oft in einem Sexuellen Sinn gedacht, bei Blaton denken wir das Thema (auch) aus anderen Perspektiven. Seit wann will uns Reklame verführen statt uns nur ein Produkt zu erklären? In welchem Zusammenhang eine Schilddrüsenunterfunktion und die griechische Göttin Aphrodite stehen, erfährst du in der Sendung. Moderiert durch Anita Hettich und Samuel Schwegler.

Mal Ehrlich mit Manuel Schweizer, Ornitologe

Vögel verwenden viel Energie auf die Verführung, dabei sind vor allem die Männchen in der Pflicht mit ihrem Federkleid und Ihrem Verhalten die Gunst ihrer weiblichen Artgenossen zu gewinnen. Karin Friedli spricht mit Manuel Schweizer, er ist wissenschaftlicher Kurator am Naturhistorischen Museum Bern. Nach dem Interview kannst du noch dem Gesang seines Lieblingsvogels lauschen.

Demagogie neu gedacht

Wenn man im Antiken Griechenland als Demagoge bezeichnet wurde, dann war das, zu der Zeit, als der Begriff neu entstand, tatsächlich als grosses Lob gemeint. Perikles, der im antiken Griechenland des 5. Jahrhunderts den Ausbau der Demokratie in Athen vorangetrieben hatte, wurde oft als Demagoge bezeichnet. Als ein Volks-Führer. Doch schon im Altertum selber zu Zeiten Platons uns Aristoteles’ veränderte sich die Bedeutung des Begriffes ins Negative: Ein Demagoge wurde zu einem Volksverführen. Diese Veränderung passierte im Zusammenhang mit eines eher negativen Bedeutungswandels des Begriffs Demokratie in der Antike.

Die Demokratie wird heute wieder mehrheitlich als etwas Positives gesehen, die Demagogie hat die Rückkehr zu einem positiven Konzept nicht geschafft. Zu unrecht, findet der Politikwissenschaftler Marc Bühlmann, denn ganz sachlich betrachtet bringen die Methoden, welche Demagogen und Demagoginnen anwenden einen positiven Mehrwert. Man könnte sogar argumentieren, dass sie für eine funktionierende Demokratie notwendig sind. Was diese Methoden genau sind, wo die Gefahren der Demagogie sind und ob wir einfachen tatenlos zusehen dürfen, wie die liberalen Demokratien langsam verschwinden, darüber hat Ralph Natter mit Marc Bühlmann von der Uni Bern gesprochen. Er ist Politikwissenschaftler und Direktor des année polique suisse, das die Entwicklungen in der schweizer Gesellschaft und Politik wissenschaftlich dokumentiert und analysiert.

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