Die Aussenpolitische Kommission des Nationalrats fühlt sich vom Bundesrat übergangen. Grund ist die geplante neue Strategie für die internationale Zusammenarbeit. Eine Mehrheit der Kommission kritisiert, der Bundesrat habe bereits wichtige Entscheide vorweggenommen: etwa Kürzungen bei der Entwicklungshilfe und mehr Geld für humanitäre Hilfe. Die Mitte-Nationalrätin Elisabeth Schneider-Schneiter fordert deshalb mehr Mitsprache des Parlaments. Die Kommissionsmehrheit fordert den Bundesrat nun schriftlich auf, parlamentarischen Entscheiden nicht vorzugreifen.
Die anhaltende Hitze und Trockenheit in diesem Sommer sorgen in der Landwirtschaft für hohe Kosten und Ertragseinbussen. Dadurch geraten Betriebe teilweise in Liquiditätsprobleme. Der Kanton Bern will deshalb einen Teil der Direktzahlungen früher als üblich auszahlen. So sollen die Landwirtschaftsbetriebe kurzfristig über mehr finanzielle Mittel verfügen. Zusätzlich können Betriebe, die wegen der Trockenheit in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind, einen zinslosen Überbrückungskredit beantragen, wie der Kanton heute kommuniziert. Die Massnahmen habe er in Abstimmung mit dem Bund beschlossen.
Jahr für Jahr prämiert der Kanton Bern herausragendes künstlerisches Schaffen mit dem Kulturpreis. Nun hat er die Preisträger:innen bekannt gegeben: Das Centre de Culture et de Loisirs in Saint-Imier, die Médaille «mitenand – ensemble» geht an den Forscher Rohit Jain und der dritte Preis geht ans NMB Nouveau Musée Bienne. Alle drei Auszeichnungen sind mit je 20'000 Franken dotiert. Verliehen werden sie am 12. Oktober in Burgdorf.
06:24
Die Hitze und Trockenheit haben den Lebensraum von Bachforellen und Groppen stark beeinträchtigt. Mehr als 100'000 Fische mussten vor dem Austrocknen gerettet und umgesiedelt werden. Viele Fische haben die extremen Bedingungen nicht überlebt. Deshalb erliess der Kanton Bern heute Morgen ein befristetes Verbot für die Angelfischerei. Betroffen sind die Emme, die Ilfis, der Lombach, die Gürbe oberhalb der Lohnstorfbrücke und das Schwarzwasser. Das Verbot gilt vom 29. August bis Ende September.
09:51
Seit über hundert Tagen tobt in der Demokratischen Republik Kongo die Ebola-Epidemie. Die Organisation Médecins Sans Frontières schlägt Alarm: Die Mittel vor Ort und die Hilfe für die betroffenen Gebiete reichen nicht aus, um eine weitere Ausbreitung der Krankheit zu verhindern. Am schlimmsten ist die Situation in der Provinz Ituri, mit ihrer Hauptstadt Bunia, im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo. Dort befindet sich derzeit Anna Schönhofer. Als Field Communications Manager bei Médecins Sans Frontières, kümmert sie sich um die Kommunikation vor Ort.
15:05
Die eritreische Dramaserie «Boso» (2026) ist ein Werk mit und über Eritreer:innen in der Schweiz. Aber auch ein Projekt, das zum Dialog einlädt. Der Film wurde vom Eritreischen Medienbund Schweiz (EMBS) produziert und auf Tigrinya gedreht. Regisseur Abdu Mohamed Andu erzählt, weshalb der Film mehr als Unterhaltung ist.