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28. April 2026
Nationalrat anerkennt Unrecht an Jenischen

01:18

Die wichtigsten Nachrichten des Tages
  • Uneinigkeit bei den Verhandlungen zwischen den USA und Iran: Iran will die Gespräche über sein Nuklearprogramm erst führen, wenn der Krieg beendet ist. Die USA hingegen will diese noch während des Kriegs beginnen.

  • Im deutschen Nordrhein-Westfalen sind seit dem frühen Morgen über Tausend Polizist*innen im Einsatz gegen den Rockerclub «Hells Angels». Es handele sich um einen der größten Einsätze zur Bekämpfung der Rockerkriminalität in der Geschichte des Bundeslandes.

  • Opfer von häuslicher oder sexueller Gewalt können sich ab Freitag neu an die Kurznummer 142 wenden.

    Ab dem 1. Mai will der Bund mit der zentralen Opferhilfenummer ein einheitliches Angebot in allen Kantonen schaffen.

04:45

Nationalrat anerkennt Unrecht an Jenischen als Verbrechen gegen die Menschlichkeit

Im vergangenen Jahrhundert trennte die Pro Juventute im Rahmen der Aktion „Kinder der Landstrasse“ hunderte von Kindern von ihren Eltern. Man steckte sie in Heime oder Pflegefamilien, wo harte Arbeit, Gewalt und Missbrauch sie erwartete. Dies war eine von mehreren Zwangsmassnahmen gegen Jenische, Sinti und Armutsbetroffene.

Gestern stimmte der Nationalrat einer Erklärung zu, die dieses Vorgehen als Verbrechen an der Menschlichkeit bezeichnet. Vergangenes Jahr hatte sich der Bundesrat bereits darauf geeinigt.

Mit im Saal, auf der Zuschauertribüne, war auch die Jenische Uschi Waser, die im Jahr 1952 selber von ihrer Mutter im Jahr 1952 getrennt wurde. Daraufhin verbrachte sie ihre Kindheit in Heimen. Auch anwesend war die Woz-Journalistin und Autorin Silvia Süess, die Uschi Wasers Lebensgeschichte niederschrieb. Wir hören die Beiden im Talk.

15:30

Pflegepersonal kritisiert Umsetzung der Pflegeinitiative

Gestern Mittag war ein lauter Herzschlag auf dem Bundesplatz zu hören. Er symbolisiert die Pflege als Puls des Gesundheitssystems. Diesem Puls drohe der Stillstand, wenn die Politik nicht handelt, so die Botschaft.

Um die 60 Personen überreichten den Parlamentarier*innen einen Appell mit über 190 Tausend Unterschriften. Der Appell fordert, dass das Parlament die Pflegeinitiative konsequent umsetzt. Der Apell stammt vom Bündnis Gesundheitspersonal, einem Zusammenschluss des Schweizer Berufsverbands des Pflegefachpersonals (SBK) sowie mehreren Gewerkschaften.

Grund für den Appell ist das Bundesgesetz über die Arbeitsbedingungen in der Pflege, mit dem sich der Nationalrat heute befasst. Es soll die Forderungen der Pflegeinitiative umsetzen und die Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern.

Dem SBK und den Gewerkschaften geht der Entwurf aber zu wenig weit. Dazu mehr im Interview.

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