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30. August 2026
Globaler Markt um den Babywunsch
Prof. Dr. Carolin Schurr
Foto: Prof. Dr. Carolin Schurr

Ist es in Ordnung, wenn sich ein reiches schwules Paar den Körper von Frauen als Eizellenspenderin und Leihmutter kauft, um ihren individuellen Kinderwunsch zu erfüllen? Oder ist es ok, wenn eine Frau ihre Eizellen einfriert, um sie später für den eigenen Fortpflanzungswunsch aufzutauen?

Die Fortpflanzungstechnologie ist weit fortgeschritten, längst existiert ein globaler Markt. Aber der gesellschaftliche Diskurs darüber, was ethisch und medizinisch vertretbar ist, hinkt hinterher. Die Professorin für Sozial- und Kulturgeographie an der Universität Bern, Carolin Schurr, forscht schon über zehn Jahre zum internationalen Markt um den Babywunsch. Im Talk erläutert sie unter anderem, welche Punkte es zu beachten gäbe, wenn die Schweiz die Eizellenspende legalisieren würde.

Vom 4. September bis am 25. Oktober 2026 ist die Ausstellung „Atlas der Reproduktion – Babys, Grenzen, Geopolitik“ im Kornhausforum Bern zu sehen. Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Carolin Schurr und Dr. Laura Perler sowie der Kuration von Mirko Winkel zeigen acht Installationen, die auf wissenschaftlicher Forschung basieren, unterschiedliche Perspektiven auf das Spannungsfeld Geopolitik und Reproduktion. Ein vielfältiges Rahmenprogramm sowie eine Publikation ergänzen das Format.

Die Sendung gehört zur Reihe „Reproduktive Gerechtigkeit“, also Fragen rund um die menschliche Fortpflanzung.

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