RaBe-Info
Über die Sendung

Das Nachrichten- und Hintergrundmagazin berichtet seit 1996 werktäglich über Themen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur aus aller Welt.

Links
Sendungsmachende
Nächste Sendungen
  • Mo, 15.4., 11:00 - 11:30
  • Mo, 15.4., 18:00 - 18:30
  • Di, 16.4., 11:00 - 11:30
  • Di, 16.4., 18:00 - 18:30
  • Mi, 17.4., 11:00 - 11:30
  • Mi, 17.4., 18:00 - 18:30
  • Do, 18.4., 11:00 - 11:30
  • Do, 18.4., 18:00 - 18:30
  • Fr, 19.4., 11:00 - 11:30
  • Fr, 19.4., 18:00 - 18:30

«Der Monat ist um, das Ressourcenportemonnaie leer»

Ab morgen ist die Schweiz pleite; zumindest, was die Ressourcen betrifft. Den ab morgen hat die Schweiz alle Ressourcen aufgebraucht, die ihr für ein Jahr zur Verfügung stehen. Der morgige 13. Mai markiert hierzulande den sogenannten Erdüberschusstag. «Man kann das vergleichen mit einem Geldbuget: Der Monat ist um, das Portemonnaie ist leer. In Puncto Ressourcen sind wir an diesem Punkt angelangt», erklärt Damian Oettli vom WWF. Die Schweiz hat ressourcentechnisch das Pulver für das ganze Jahr verschossen. Das sind schlechte Neuigkeiten: Würde das Pariser Klimaabkommen eingehalten, fände der Erdüberschusstag im Juli statt – knapp eineinhalb Monate später.

In Deutschland und Frankreich fand dieser Tag vor einer Woche statt, in Ländern des globalen Südens wie Ecuador oder Indonesien ist es erst Anfang Dezember soweit. Berechnet wird der Erdüberschusstag mit der sogenannten Biokapazität. «Das ist die Möglichkeit, die ein Land hat, die benötigten Ressourcen selbst zu produzieren», so Damian Oettli. Viele Berge, nicht bebaubare Steilflächen, dicht besiedelt, ein hoher Konsum: Die Schweiz ist betreffend dieser Biokapatizät nicht sehr vorteilhaft ausgestattet. Deswegen importiert die Schweiz viele Ressourcen aus dem Ausland.

Das Jahr ist noch nicht fünf Monate alt, und alle Ressourcen wären schon aufgebraucht. Damian Oettli vom WWF hat aber die Hoffnung nicht aufgegeben, dass wir den Erdüberschusstag in Zukunft später gedenken.

«Der Monat ist um, das Portemonnaie ist leer. In Puncto Ressourcen sind wir an diesem Punkt angelangt», so Damian Oettli vom WWF (Foto: Pixabay