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Mass-Voll reisst Tamara Funiciellos Zitat aus dem Kontext

14. Juni 2023, der Bundesplatz Bern gleicht einem lilafarbenen Meer. Tausende versammeln sich für den feministischen Streik. Auf der Bühne: Die Nationalrätin Tamara Funiciello. Sie spricht darüber, wie das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche von rechts angegriffen werde. Das könne man nicht zulassen, denn «es ist unser Körper, es ist unsere Entscheidung», so Funiciello. Dieses Zitat  taucht seit letztem Freitag erneut auf der Plattform Tiktok auf. Die massnahmenkritische Gruppe Mass-Voll wirbt mit Funiciellos Zitat für ihre neue Kampagne. Funiciello bezieht sich offensichtlich auf das Recht auf Schwangerschaftsabbrüche, und nicht gegen staatliche Massnahmen während der Coronapandemie. Für Tamara Funiciello ist dieses Vorgehen befremdlich und inakzeptabel.

Es ist unser Körper, es ist unsere Entscheidung: SP-Nationalrätin Tamara Funiciello bei ihrer Rede am feministischen Streik 2023. (Bild: SP Schweiz)

Am 9. Juni stimmt die Stimmbevölkerung über die sogenannte Stopp-Impfpflicht-Initiative ab. Für den Abstimmungskampf reisst Mass-Voll das Zitat von Funiciello aus dem Kontext. In ihrem Tik Tok Video kopiert Mass.Voll aber nicht nur den Slogan «Unser Körper, unsere Entscheidung», sondern allgemein eine Ästhetik und eine Rhetorik, die man von der feministischen Bewegung kennt. Dabei ist klar, dass Mass-Voll weit rechts steht. Deren Präsident und Vordenker Nicolas Rimoldi lässt sich immer wieder mit Rechtsextremen ablichten. Mass-Voll machen mit ihrer neusten Kampagne einen auf feministisch – für Funiciello inakzeptabel. Auf die Forderung, das Video zu löschen, ging Mass-Voll nicht ein. Deswegen will Funiciello nun juristisch wie auch politisch gegen die Verwendung ihres Zitats im Kampagnenvideo vorgehen.

Für den kommenden Samstag mobilisieren etliche massnahmenkritische Gruppierungen für eine Kundgebung auf dem Bundesplatz in Bern. Hauptorganisatorin der Kundgebung: die Gruppe Mass-Voll. Das problematisiert ein breites Bündnis, bestehend aus aktivistischen Gruppierungen und politischen Jungparteien wie der JUSO und den jungen Grünen der Stadt Bern. Es handle sich bei der Kundgebung um ein Treffen Rechtsextremer und ihrer Anhängsel.