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«Gleichstellungsfragen sind immer auch Geldfragen»

Wir müssen reden, und zwar über Geld: Das dachte sich die Eidgenössische Kommission für Frauenfragen und sammelte möglichst viele Daten und Informationen zu der finanziellen Ungleichheit zwischen den Geschlechtern in einer neu erschienenen Zeitschrift.

Caroline Honegger ist Projektverantwortliche der frisch gedruckten Zeitschrift. Die Zahlen zu der finanziellen Ungleichheit in der Schweiz kennt sie – doch eine Zahl liess sie trotzdem aufhorchen: 43.2 Prozent verdienen Frauen weniger als Männer, gerechnet über das gesamte Erwerbsleben. Dazu kommt eine immense Rentenungleichheit, im Alter steht Frauen im Durchschnitt ein Drittel weniger Geld zur Verfügung als Männern.

Doch ungleich verteilt ist in unserer Gesellschaft nicht nur das Geld, sondern auch das Wissen über das Geld: Frauen verfügen über weniger sogenannte finanzielle Kompetenzen, erklärt Caroline Honegger: Die Steuererklärung füllt der Mann aus, das Rechnungen zahlen wird delegiert, und auch um die Altersvorsorge kümmern sich viele Frauen insbesondere in heterosexuellen Beziehungen nicht selbst.  , Will man eine gesellschaftliche Gleichstellung zwischen den Geschlechtern erreichen, so müsse man auch da ansetzen: bei den finanziellen Kompetenzen von Frauen.