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Sozialhilfe befürchtet Überbelastung

Die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe warnt den Bund vor einer Überbelastung der Sozialhilfe, das Museum für Kommunikation präsentiert die besten Pressekarrikaturen aus dem vergangenen Jahr in einem Online-Rundgang und unser Radioblogger Lukas Tschopp liest eine Geschichte mit unerwarteter Wendung.

Podcast der ganzen Sendung:


 

Mehr Sozialhilfeempfänger*innen wegen Corona

Aufgrund der Corona-Krise rechnet die Schweizerische Konferenz für Sozialhilfe (Skos) mit einer Zunahme von Sozialhilfebezügern und damit steigenden Kosten.
Die Skos geht davon aus, dass ein Teil der Bevölkerung wegen der Covid-19-Krise mittel- und langfristig Einbussen erleiden und auf Unterstützung angewiesen sein wird. Davon betroffen seien vor allem Langzeitarbeitslose und Selbstständigerwerbende mit niedrigem Einkommen, heisst es in einem am Donnerstag veröffentlichten Bericht. Der Fachverband für Sozialhilfe hat daher die mittelfristigen Herausforderungen analysiert und die im vergangenen Mai publizierten Prognosen für die kommenden zwei Jahre aktualisiert. Im aktuellen Referenz-Szenario rechnet die Skos bis 2022 mit einer Zunahme der Sozialhilfe-Empfänger um 21 Prozent. Die Sozialhilfequote würde damit von 3,2 Prozent der Bevölkerung auf 3,8 Prozent steigen, was zu Mehrkosten im Bereich der Sozialhilfe von 821 Millionen Franken führen würde.

Die SKOS rechnet künftig wegen der Corona-Krise mit mehr Sozialhilfe-Empfängern.

Die SKOS rechnet künftig wegen der Corona-Krise mit mehr Sozialhilfe-Empfängern.

 

In einem entsprechenden Appell fordert die Skos den Bundesrat nun dazu auf, die beschlossenen Massnahmen zur Unterstützung bis zum Ende der Corona-Pandemie weiterzuführen. «Dies ist dringend nötig, um die Existenz der Betroffenen zu sichern», so Präsident Christoph Eymann im Gespräch mit RaBe. Ein zu frühes Ende würde zwangsläufig zu einer Überlastung der Sozialhilfe als letztes Netz der sozialen Sicherheit führen. Für den erwarteten Zuwachs in der Sozialhilfe brauche es zudem weitere Massnahmen zur Abfederung und innerhalb der Kantone seien leistungsfähige Mechanismen für den Lastenausgleich zwischen den Gemeinden dringend. «Ferner gilt es, der jungen Generation trotz Krise den Einstieg ins Erwerbsleben zu ermöglichen und gleichzeitig die Erwerbsbevölkerung mit gezielter Weiterbildung fit für den digitalen Wandel zu machen», so Eymann.

Seit Mai 2020 macht die SKOS ein Monitoring der Fallzahlen in der Sozialhilfe. Gesamtschweizerisch ist bis jetzt noch kein Anstieg zu beobachten. Einzelne Regionen verzeichnen aber bereits mehr unterstütze Personen. So die Stadt Luzern, die einen hohen Anteil von Beschäftigten in einem auf ausländische Gäste ausgerichteten Tourismus hat, und auch der Kanton Genf. Dort werden auch jene Personen in der Statistik geführt, die vom erweiterten Zugang zur Sozialhilfe für Selbständigerwerbende profitieren.


 

Online-Rundgang durch Pressezeichnungen

Karikaturen sind kommunikative Höchstleistungen, denn mit wenigen Strichen und oft ohne Worte werden hier komplexe Themen auf ein einziges Bild heruntergebrochen. Kein Wunder also widmet das Museum für Kommunikation den zeichnerischen Wunderwaffen jedes Jahr eine eigene Ausstellung. «Gezeichnet» versammelt jeweils die besten Pressezeichnungen des vorangegangenen Jahres, konkret: 200 Bilder von 50 Karikatur*istinnen aus der ganzen Schweiz.

Trotz Corona und geschlossenen Museen können diese Bilder derzeit begutachtet werden. Die Webseite des Museums für Kommunikation bietet online einen digitalen 360 Grad-Rundgang durch die 13. Ausgabe von «Gezeichnet». Der Augenschein zeigt: nebst dem Überthema Corona haben Ruedi Widmer, Caro, Tomz, Orlando und wie sie alle heissen, unter anderem Black Lives Matter, 5G, Brexit, Glencore, Kampfjet-Abstimmung, und natürlich auch die irren Präsidentschaftswahlen in den USA aufs Korn genommen.

Seit rund 25 Jahren im Karikaturen-Business ist auch Silvan Wegman, der unter dem Namen Swen regelmässig Zeichnungen im Nebelspalter, der Sonntagszeitung und anderen Formaten veröffentlicht. Ausserdem ist der 51-Jährige Teil des Teams, welches die Ausstellung «Gezeichnet» jeweils aufgleist. Im Beitrag spricht Wegmann unter anderem über den Unterschied von Westschweizer- und Deutschschweizer-Humor, über das raue Windchen, das derzeit in der Welt der Karikaturist*innen weht und darüber, wie er zu seinem persönlichen Stil fand.

«Gezeichnet» kann noch bis am 7. Februar 2021 auf dem 360 Grad-Online-Rundgang begutachtet werden. Parallel zur Ausstellung ist das Buch «Von Corona gezeichnet» erschienen. Darin versammelt sind rund 120 Zeichnungen von 52 Schweizer Pressezeichner*innen zum Thema Corona. Das Vorwort verfasste Bundesrat Alain Berset, der wohl nicht zuletzt aufgrund seiner einfachen Frisur und den ausgeprägten Augenbrauen ein beliebstes Sujet ist.

 


 

«Die Schlagzeugschläger»

Es ist Freitag und somit Zeit für unsere akustische Kolumne, den Radioblog. Heute stammt dieser von Lukas Tschopp, er ist Kinder- und Jugendbetreuer sowie freier Texter und Comiczeichner. Er liest eine Geschichte, die sich in einem Tram zugetragen hat…

Es ist Freitag und somit Zeit für unsere akustische Kolumne, den Radioblog. Heute stammt dieser von Lukas Tschopp, er ist Kinder- und Jugendbetreuer sowie freier Texter und Comiczeichner. Er liest eine Geschichte mit einer unerwarteten Wendung: Hier ist «Der Stolpertritt»

Simon Birnbaum © Lukas Tschopp