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Das Nachrichten- und Hintergrundmagazin berichtet seit 1996 werktäglich über Themen aus Politik, Gesellschaft, Wirtschaft und Kultur aus aller Welt.

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Bist du neugierig, kritisch und hast den Riecher für spannende Geschichten? Interessieren dich die politischen und gesellschaftlichen Ereignisse in Bern, der Schweiz und der Welt?

Dann bist du bei der Info-Sendung richtig. Du lernst alle wichtigen, journalistischen Schritte von der Recherche über Interviewführung, Beitragsgestaltung bis hin zu Moderation und Sendetechnik im Studio. Daneben absolvierst du das zertifizierte Basismodul Radiojournalismus der Radioschule klipp+klang.

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Ein Hate Crime pro Woche im Kanton Bern

Die Kantonspolizei hat zum ersten Mal Zahlen zu sogenannten Hate Crimes gesammelt. Hate Crimes sind Straftaten, die sich gegen die Identität einer Person richten, also zum Beispiel gegen ihre Herkunft, Hautfarbe, sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität. 55 mal ist im Kanton Bern im letzten Jahr Anzeige erstattet worden wegen einem solchen Hate Crime. Das macht gut einen Hate Crime pro Woche. «Jeder Fall von Hate Crime ist einer zu viel», betont Christian Brenzikofer, Polizeikommandant bei der Kantonspolizei Bern. Dabei zeigen die Anzeigen wegen Hate Crimes wohl nur die Spitze des Eisberges, weil viele Betroffene auf eine Anzeige verzichten.

«Wir erfassen seit Jahren eine steigende Zahl von Hassdelikten», so die Co-Geschäftsleiterin der LOS Muriel Waeger. (Foto: Alexander Grey, Pexels)

Diese neue Praxis stellt die Kantonspolizei auch vor Herausforderungen. Steckt hinter einer Straftat möglicherweise ein rassistisches, sexistisches oder queerfeindliches Motiv? Diese Frage muss sich die Polizei nun eigentlich bei jeder Anzeige stellen.

Dass es pro Woche zu einer Anzeige wegen Hass kommt überrasche sie nicht, meint Muriel Waeger, Co-Geschäftsleiterin der Lesbenorganisation Schweiz LOS. «Wir erfassen seit Jahren eine steigende Zahl von Hassdelikten.» Nun müssten Massnahmen ergriffen werden, um gegen Hate Crime vorzugehen, fordert Waeger. «Die wichtigste Massnahme ist die Ausbildung der Polizei, damit die Beamt:innen auch kompetent sind, diese Fälle aufzuarbeiten.» Es brauche aber auch mehr Begleitung von Betroffenen, wie etwa psychologische Unterstützung, fordert Waeger.